E-Liquids selbst mischen
Das solltest du wissen
Wer das Dampfen liebt, möchte irgendwann mehr als nur vorgefertigte Liquids probieren. Selbst gemischte E-Liquids bieten unbegrenzte Möglichkeiten, eigene Geschmacksrichtungen zu kreieren, Nikotingehalt individuell zu bestimmen und Kosten deutlich zu senken. Das Selbstmischen ist einfacher, als viele denken, wenn man die Grundlagen einmal verstanden hat. In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du wissen musst: von der Auswahl der richtigen Basis über Aromen bis hin zu Nikotinshots, Mischverhältnissen und Reifezeit.
Warum überhaupt selbst mischen?
Fertige Liquids sind bequem, aber oft teuer und geschmacklich begrenzt. Wenn du selbst mischst, bestimmst du alles selbst: Geschmack, Intensität, Nikotingehalt und Dampfentwicklung. Du kannst deine Lieblingsaromen kombinieren, neue Mischungen testen und sogar saisonale Geschmacksrichtungen kreieren – ganz nach deinem Geschmack.
Vorteile des Selbstmischens:
- Individuelle Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken.
- Günstiger als Fertigliquids auf lange Sicht.
- Volle Kontrolle über Inhaltsstoffe und Qualität.
- Mehr Nachhaltigkeit durch weniger Verpackungsmüll.
Die Basis – das Fundament deines Liquids
Das Basisliquid ist der Hauptbestandteil deines E-Liquids und macht meist 80–90 % der Mischung aus. Es besteht aus Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG).
- PG (Propylenglykol): Dünnflüssig, transportiert Aromen gut und sorgt für den klassischen „Throat Hit“ – das Kratzen im Hals, das viele Raucher schätzen.
- VG (Vegetable Glycerin): Dickflüssig, sorgt für dichte Dampfwolken und ein sanftes Zuggefühl.
Je nach gewünschtem Ergebnis wählst du ein unterschiedliches Mischverhältnis, z. B.:
- 50/50: Ausgewogen – idealer Allrounder für fast alle Geräte.
- 70/30 (VG/PG): Mehr Dampf, weicher Geschmack – beliebt bei Sub-Ohm-Dampfern.
- 30/70 (VG/PG): Intensiver Geschmack, stärkerer Throat Hit – bevorzugt von MTL-Dampfern.
Auf steamcore bieten wir Basen bereits fertig gemischt in unterschiedlichen PG/VG-Verhältnissen an – wahlweise mit Nikotin oder nikotinfrei.
Aromen – das Herzstück des Liquids
Aromen geben deinem E-Liquid Geschmack und Charakter. Sie sind hochkonzentriert und müssen vor dem Dampfen mit einer Basis verdünnt werden. Die Auswahl ist riesig: von klassischen Tabaknoten über fruchtige Sorten bis hin zu süßen Dessert- oder Mentholaromen.
Beliebte Aromagruppen:
- Tabak-Aromen: Für Umsteiger perfekt, vertrauter Geschmack ohne Rauch.
- Frucht-Aromen: Apfel, Beerenmix, Melone oder Mango für frische Nuancen.
- Dessert- & Süßspeisen-Aromen: Vanillepudding, Kaffee, Schokolade.
- Menthol & Cooling: Frischer, intensiver „Eis-Effekt“ im Hals.
Dosierung: Aromen werden in der Regel mit 5–15 % beigemischt – je nach Herstellerempfehlung und gewünschter Intensität. Zu viel Aroma kann schnell beißend oder unangenehm werden. Daher gilt: lieber langsam steigern und zwischendurch testen.
Nikotinshots – flexibel dosieren
Nikotinshots sind kleine Flaschen (meist 10 ml) mit hochdosiertem Nikotin, die mit nikotinfreier Basis gemischt werden. Sie ermöglichen es, den Nikotingehalt exakt einzustellen. Üblich sind Konzentrationen von 18 mg/ml.
Beispiel:
Du möchtest 100 ml Liquid mit 3 mg/ml Nikotin herstellen.
→ Du brauchst etwa 17 ml Nikotinshot (18 mg/ml) und füllst mit 83 ml Basis auf.
Formel zur Berechnung:
Mischtabelle für 120ml Liquid |
||
| Gewünschte Nikotinstärke | St. Nic Shots 20mg/ml |
Anteil nikotinfreie Basis |
| 0 mg | 0 | 110,0 ml |
| 3 mg | 2 St. | 90 ml |
| 5,5 mg | 3 St. | 80 ml |
| 7 mg | 4 St. | 70 ml |
| 9 mg | 5 St. | 60 ml |
| 11 mg | 6 St. | 50 ml |
| 12,5 mg | 7 St. | 40 ml |
| 14 mg | 8 St. | 30 ml |
| 16 mg | 9 St. | 20 ml |
| 18 mg | 10 St. | 10 ml |
